Air Canada Show

Berlin – morgens, kalt, die Sonne pennt noch… Zusammenrottung am Flughafen Berlin Tegel. 3 durchgeknallte Typen treffen sich am Gate A09 für den ersten von insgesamt drei Flugabschnitten mit dem Ziel Vancouver. Mehr als pünktlich am Airport verschiebt sich der Flug nach Frankfurt erstmal um 40 Minuten, so dass wir unseren Anschlussflug in Frankfurt gerade noch so erreichen. Die Flugzeit Richtung Montreal wurde dann zünftig verkürzt im konsumieren von alkoholischen Kaltgetränken. Nach zwei cineastischen Höhepunkten (True Man Show und Mr. Magorium) und einem 1,5 Sterne Menü sind wir mit weiterer Verspätung in Montreal gelandet. Unser Koffergepäck hat sogar die gleiche Reiseroute gebucht wie wir, nur die Snowboardbags wollten unbedingt erstmal nach Toronto – also haben wir eine Vermisstenmeldung aufgegeben und beten nun dass die Bretter den Weg nach Vancouver finden.

Der Hunger trieb uns dann in die einzige Taverne im Montrealer Airport – das Moe’s. Nachdem uns ein Platz unserer Wahl zugewiesen wurde, bestellten wir dreimal den weltberühmten Moe’s Burger plus ein Molson Canadian Beer zum runterspülen. Der Burger war dann doch nicht so gut wie der Name klingt – das Bier hat hier nach Punkten klar gewonnen. Moe’s Burger is furztrocken und selbst mit einem Liter Heinz Ketchup nicht genießbar. Natürlich haben wir hier auch unsere erste Lesson in der kanadistanischen Servicewelt gelernt. Trinkgeld gibt man hier nicht weil der Service so gut war, sondern es entspricht eher einem „Nehmen und Geben“. Sprich wir wollten 22 Dollar pro Person zahlen, inklusive Tip, worauf die hyperaktive Suppenschupse sofort in den Verhandlungsmodus geschaltet hat und erstmal 23 Dollar haben wollte – ein Versuch war es ihr wohl wert. Wir haben sie dann aber doch in einem 5 Minuten Dialog davon überzeugt das 22 Dollar mehr als genug sind. Die Kanaden sind schon ein lustiges Volk. Servicetechnisch auf Weltniveau knapp hinter Deutschland wie sich in der dritten Flugetappe nach Vancouver zeigen sollte.

Hätten wir im Moe’s nicht gespeist, wir wären auf der letzten 5,5 Stunden Etappe verhungert. Da es sich hierbei um einen Inlandsflug handelte, gab’s nur Schokoriegel und Chips gegen Bargeld. Selbst für den Alkohol wollte Air Canada Geld. So war’s dann ein ziemlich ätzender Flug ohne viel Spaß. Das im Vordersitz integrierte Videosystem hat auch alle 5 Minuten den Geist aufgegeben, so dass wir in den Genuss von vielen Filmen kamen ohne einen wirklich am Stück zu Ende sehen zu können. Scheisse mit Ei – echt jetzt mal. Zudem waren die Saftschubsen extrem knauserig was den Gerstensaft angeht. Die Büchse Cola hat man nicht wirklich bekommen sondern musste sich diese teilen. Es folgte ein verschütteter Kaffee auf Guidos Hose, welchen er nicht mal ersetzt bekommen hatte. Na ja Air Canada hat nach der Tour echt verschissen. Die sind unser Geheimtipp für einen würdigen Nachfolger von PanAm. Dauert bestimmt nicht mehr lange.

Nach 22 Stunden Air Canada Show sind wir dann endlich in Vancouver gelandet. Gepäck war immer noch in Toronto soll aber ein Tag später direkt nach Whistler geliefert werden. Wir sind gespannt. Nun stand uns nur noch ne 2 Stunden Autofahrt nach Whistler bevor. Erstmal noch mit Bier aus der Dose am Flughafen eingedeckt und ab ging die wilde Fahrt. An einer Tankstelle mussten wir dann noch ein unmoralisches Angebot entdecken: „Tight Fisting für sensationelle 49$“. Crazy diese Candaden. Angekommen in Whistler, wurden wir für die Air Canada Show mit einer sensationellen Unterkunft entlohnt. Noch schnell die restlichen alkoholischen Köstlichkeiten geleert und dann hat uns auch schon der Schlaf mit dem Knüppel aufn Kopp gehauen.

One Comment

  1. Sashi sagt:

    Dazu fällt mir nur ein ” HA HA ” *gg*

    übrigens gibt es keine schlechtere Fluggesellschaft als Iberia !!!!
    und übrigens finde ich 22 Dollar für nen besch******** Burger verdammt nochmal preiswert ;)

    amüsiert euch weiter und zwar auch in meinem Namen !

    Letz Fetz,
    Sashi

Leave a Reply