Vancouver Day One
Nachdem wir die letzten Tage auf Mount Whistler und Mount Blackcomb verbracht haben, sind wir nun endlich zu unserem 2 Tage Städtetrip nach Vancouver aufgebrochen. 2,5 Stunden Busfahrt von Whistler nach Vancouver später sind wir am Fairmount Hotel Vancouver ausgestiegen und mussten uns erstmal an das großstädtische Leben gewöhnen – 2 Wochen Schneedorf lassen einen doch eher relaxed werden. Da wir uns eigentlich nicht weiter auskannten in Vancouver beschlossen wir erstmal unser Hotel aufzusuchen – seines Zeichens ein Holiday Inn nicht weit von unserem Ankunftspunkt. Dort wurde erstmal die nächtliche Unterkunft gebucht und eine Karte von Vancouver besorgt und dann gings los ins Großstadtabenteuer…
Als erstes haben wir uns einen Überblick über die Stadt von oben verschafft. Wir sind zum Harbour Tower gelaufen und dort 100 Meter in die Höhe mit dem Lift gefahren. Einmal einen 360 Grad Rundgang erledigt und dabei die schönsten Highlights von oben fotografiert (Fotos folgen). Anschliessend sind wir dann als abgehärtete Berliner durch das übelste Viertel in Vancouver gezogen, um zu sehen ob Neukölln und Co. doch härter sind. Vergesst es. Hastings – so heisst dieser wunderschöne Ort – war nach Newark die übelste Gegend die ich (Kris) je gesehen habe. Nachdem wir dort ein paar Fotos geschossen hatten, stürzte sich ein leicht verwirrter Junkie von der anderen Strassenseite auf uns und wollte irgendwas wegen der Fotos von uns. Da er allerdings irgendeinen unverständlichen Dialekt benutze, den wir nicht verstanden – wahrscheinlich wars der Hastings Ghetto Slang – machten wir ihm zu dritt klar das bei uns nichts zu holen ist
Er versuchte dann noch 2 andere Personen dazu zubringen, ihm zu helfen – die hatten aber auch irgendwie keinen Bock auf den Ghettoianer und wir sind dann einfach mal weitergezogen. Man muss sich ja nicht gleich mit jedem anfreunden.
Als nächstes Viertel hatten wir uns dann China Town ausgesucht. Da in Vancouver ja die größte asiatische Bevölkerungsgruppe ausserhalb Asiens zu Hause ist – vergleichbar mit unseren türkischen Freunden in Berlin – dachten wir uns, das hier wahrscheinlich viel zu sehen und zu erleben sein könnte. Auf jeden Fall schien es sicherer als in Hastings, denn die Asiaten an sich scheinen ja doch eher ein Volk des Lächelns zu sein. Nachdem wir das Tor von Chinatown passiert hatten, erwartete uns jedoch nicht viel. Man taucht hier nicht wirklich in eine andere Welt ab, klar man sieht ein paar chinesische Schriftzeichen mehr als sonst. Aber bis auf einen chinesischen Garten und viele asiatische Geschäfte sah das Viertel nicht viel anders aus als das Viertel davor. Um nicht wieder durch Hastings zurückgehen zu müssen und schon wieder auf unseren neugewonnen Freund zu treffen, haben wir uns danach auf den Weg zum Hafen gemacht um von dort weiter nach Vancouver Downtown zu laufen. Vorbei an vielen weiteren finsteren Gestalten verfestigte sich ein eher nicht ganz so schöner erster Eindruck von Vancouver.
Da wir als Berliner ja quasi die Erfinder der Freundlichkeit sind, haben wir uns jedoch nicht von dem ersten Eindruck blenden lassen und Vancouver eine 2. Chance gegeben. Als wir dann in Gastown angekommen waren, verbesserte sich der gewonnene Eindruck von Vancouver schnell. Hier wurde dann auch das erste Geschäft gestürmt – ein Westbeach Shop
Wir sind dann weiter nach Downtown gelaufen und haben uns dem Shopping District gefährlich genähert. Bisher wars ja doch etwas zu kurz gekommen. Nach einer kleinen Stärkung beim “Red Robin” Burgers, sind wir dann weitergelaufen in Richtung Pazifik. Hier angekommen, haben wir erstmal den schönen Blick auf das Wasser genossen und ein paar Fotos geschossen. Pazifik, Stadt, Palmen und im Hintergrund schneebedeckte Berge hinterlassen dann doch schon mal großartige Eindrücke bei unserer Reisegruppe. Sieht alles zusammen sehr ungewöhnlich aus. Sonst hat man ja meist nur Palmen oder schneebedeckte Berge in Kombination mit Ozean und/oder Stadt. Sowas gibts sonst wahrscheinlich nur künstlich in Dubai nochmal
Guido brauchte dann erstmal einen “Venti White Chocolate Mocca” von Starbucks zur weiteren Stärkung. Nachdem er schon den ganzen Urlaub immer zu Starbucks wollte, erfüllten wir ihm den Wunsch nun endlich
Jetzt war es langsam Zeit sich wieder am Fairmont Hotel einzufinden, um Anja dort einzusammeln. Sie kam etwas später mit dem Bus aus Whistler nach, da sie vormittags noch arbeiten musste. Wir sind dann alle zusammen erstmal zum Holiday Inn gelaufen um in unser gebuchtes Zimmer einzuchecken. Wir sind dann nochmal auf den Harbour Tower, weil es mittlerweile schon dunkel war und wir uns die mittlerweile doch symphatische Stadt nochmal im Lichtermeer von oben ansehen wollten. Gesagt getan – unsere Tickets waren ja noch gültig und bis 21 Uhr konnte man hochfahren. Kurz vor 21 Uhr mussten wir dann feststellen das die Aussichtsplattform schon zu gemacht hatte. DANKE VANCOUVER – das gab keine Pluspunkte bei uns…
Nachdem wir nun schon ganz Downtown zu Fuß erkundet hatten, machte sich ein kleines Hungergefühl bei uns breit. Also ab in’s EARL’s. Wieder durch die halbe Stadt gelaufen bis wir dort angekommen sind – jedenfalls gefühlt. Im EARL’s angekomen – mussten wir erstmal warten (20-30 Minuten) bis wir einen Tisch zugeteilt bekommen hatten. Naja Gott sei dank hält man die Wartezeit aus im EARL’s – die Bedienung wird hier nach ähnlichen Maßstäben wie im Hooters eingestellt – wer noch nie von den berühmten Hooter Girls gehört hat benutzt bitte eigenständig Google
Nachdem wir gestärkt waren sind wir nochmal durch das Amüsierviertel von Vancouver gezogen um die Location zu wechseln und ein Feierabend Bier zu uns zu nehmen. Das ist hier gar nicht so einfach – da es überall Wartezeiten gab um reinzukommen. Wir sind dann in eine Bar gegangen mit dem ominösen Namen “Two Parrots” – Hier war halt noch nen Tisch frei. Nach diversen Feierabendgetränken haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Hotel gemacht und sind gleich artig und totmüde ins Bettchen gegangen
