Monatliches Archiv für Juli, 2008

Roadtrip – Teil 1 – die Hinfahrt nach Wien


Auf der Liste mit Dingen die man unbedingt mal erleben muss, darf ein Roadtrip nicht fehlen. Ich kann hinter diesen Punkt nun ein Häckchen setzen – yeah!! Mein Roadtrip war ein Umzug von Wien nach Berlin. Das erste Problem bestand darin, das Transporter leider nicht in Wien angemietet und einfach in Berlin wieder abgeben werden können. Deswegen galt es, eine Hin- und eine Rückfahrt mit insgesamt 1600 km zu bewältigen.

Als ersten wurde ein langer Sprinter bei Sixt Wochen im Voraus reserviert – das gelang noch problemlos. Der Umzug selbst sollte vom 26.7.-27.7. stattfinden. Samstag um 8 Uhr war als Startzeit ausgemacht. Bei Sixt die Schlüssel für den Transporter geholt und los ging die Reise nach Wien – soweit zur Theorie. In der Praxis gings bis zum Mehringdamm – hier blinkte dann erstmals eine “Defekt” Meldung im Boardcomputer des Transporters, begleitet von einem Piepen alle paar Meter. Grund genug umzukehren und bei Sixt ein Ersatzauto anzufordern. Kein Problem? Doch, es gab kein Auto mehr in der Klasse. Gut, normalerweise bekommt man nun ein Upgrade für eine höherwertige Mietwagen – was soll das aber bei einem Transporter werden? Man bot uns einen 7,5 Tonnen LKW an. Wahnsinn – Blattfederung und ohne Klimaanlage – Herz was willst du mehr. Da kann man einfach nicht NEIN sagen oder? Mittlerweile waren weitere 2 Stunden vergangen und wir waren immer noch in Berlin. Die Lösungsvorschläge von Sixt bestanden aus einem Transporter, an dem gerade ein neues Rad befestigt werden sollte – oder wir warten bis ein verliehener Transporter wieder abgegeben wird. Beides keine Alternativen.

Also Neustart bei “Los” und ab ging die Reise zum 2. Mal nach Wien. Mittlerweile war es bereits 10:30 Uhr. Für den LKW gab es dann auch keinerlei Einweisung oder andere Hinweise. Dies wurde auch spontan zu einem weiteren Problem für uns, als wir die Autobahn erreichten. Hier stellte sich nun heraus, das der LKW gedrosselt war – und zwar auf 90km/h! Super! Das Navi zeigt ne Wahnsinnsreisezeit bei 90km/h für knapp 800km an. Was nun? Nochmal zurückfahren und doch auf den Transporter warten? Nein, das ging nicht, wollten wir den Umzug dieses Wochenende noch schaffen. Also auf die Zähne beissen bzw. aufs Gaspedal treten und weiter – ganz nach dem Motto “Augen zu und durch”.

Bei mittlerweile 30 Grad dauerte es auch nicht lange, bis der erste LKW vor uns fuhr und zwar genau 3-5 km/h langsamer als wir. Sowas nervt ab, wenn man zusätzlich gebremst wird, das Navi die Ankunftszeit mit jedem Meter hinter dem anderen LKW weiter nach hinten verschiebt und überholen des selbigen gefühlte 19 Minuten dauert. Also tuckert man auf voller Autobahn erstmal hinterher. Das ist so eintönig und langweilig, das wir prompt am Autobahndreieck Spreewald die Ausfahrt nach Dresden übersehen haben und nicht abgebogen sind. Tja, bemerkt haben wir das leider erst nach 40km. HAMMA – das Ganze dann zurück auch nochmal 40km – sind wir bei Tempo 90 km/h fast genau 1 Stunde mehr oder weniger auf der Stelle gefahren.

Nach einer Ewigkeit haben wir dann die Landesgrenze erreicht. Es ging nun weiter durch das wilde Tschechien. Hier wurde 100%tig der Wackeldackel erfunden und zwar von einen LKW Fahrer der mit Blattfederung unterwegs war. Die Strassen hier sind teilweise in einem so beschissenen Zustand. Riesen Löcher mitten auf dem Asphalt, Spurrinnen in denen die Deutsche Bahn gefahrlos Züge fahren lassen könnte und aneinandergelegte Strassenplatten, an denen jeder BMXer und Skater seine Freude beim Bunny Hop üben haben würde. Dank der “modernen” Blattfederung in unserem LKW haben wir jede kleine Strassenunebenheit 1:1 spüren dürfen – ich kann jetzt Leute verstehen denen beim Autofahren schlecht wird. Achja und wenn bei uns die linke Spur Krieg ist, dann ist bei unseren Nachbarländern die rechte Spur Picknick. Was da geparkt wird ist der Wahnsinn. Einfach mal rechts raus – Warnblinker an – die Fahrertür aufreissen und das von hinten vorbeifahrenden Auto bei Tempo 130 persönlich abklatschen. Krass, was die da auf der Autobahn treiben.

So, genug Probleme, jetzt muss es doch problemlos nach Wien gehen, oder? Ihr irrt gewaltig. Für Tschechien und die Slowakei benötigt man Vignetten – alles kein Problem? Ja wenn man genug Bargeld mit hat stimmt das auch. Ohne Bargeld und der einheimischen Sprache mächtig zu sein gibt das riesen Probleme. Es gibt keine Automaten und Karten werden nicht geduldet – das gilt übrigens für beide Länder!!! Die Wechselstuben schicken einen an die Tankstellen und diese dann wieder zurück an die Wechselstuben – jeweils mit dem Hinweis, das man nur beim jeweils Anderen die Vignette mit Karte bezahlen kann. Erst nach ewigem Verhandeln mit Händen und Füssen hatte ich die Vignetten doch irgendwo mit Karte bezahlen können.

Und wer jetzt denkt unsere Freunde in Österreich sind da zivilisierter – vergesst es. Hier bekommt man keine Vignette sondern gleich ne komplette Mautbox. Die ist Prepaid mit 80€ zu erwerben, wenn das Guthaben abgefahren ist, fängt sie laut an zu piepen und man muss wieder anhalten und neues Guthaben auf die Box laden lassen. Innovation sieht mal ganz anders aus – soviel ist sicher. Und übrigens auch die Box konnte ich erst nicht mit Karte bezahlen – auch hier half erst ein “kurzes” Nachverhandeln. Warum sämtliche Vignetten nur bar bezahlt werden können, ist mir immer noch ein Rätsel, das mir keiner beantworten konnte! Nach der letzten Etappe sind wir dann endlich gegen 22:30 Uhr ohne größere Probleme in Wien angekommen.

Jetzt nur noch schnell den LKW beladen – HaHa :-) Zu viert waren wir erst 2 Stunden später fertig mit dem Beladen des LKW (Tetris mussten wir zum Glück nicht spielen da wir ja enorm viel Platz hatten). Zum Abschluss gab es dann noch als Mitternachtssnack Pizza und Bier und geistig waren wir dann schon wieder auf der Autobahn und freuten uns RIESIG auf die Rückfahrt am nächsten Morgen….

Barak Obama in Berlin

Tag Cloud von der Obama Rede in Berlin

Tag Cloud von der Obama Rede in Berlin

Barak Obama war heute in Berlin. Den Anflug auf den Flughafen Tegel konnte ich schön vom Dachgeschoss aus geniessen. Ansonsten habe ich nicht viel von Obama mitbekommen. So ist das halt wenn man einen Job hat :-) Ich wollte eigentlich mal gucken ob man nach der Arbeit was sieht und hört – aber als ich mitbekam das die Veranstalter mehr Menschen erwartet haben als beim Public Viewing der EM und man schon um 16 Uhr an der Siegessäule sein musste um überhaupt auf das Gelände zu gelangen, dachte ich mir “Nö”. Hab mir die Show (ist ja trotz allem nur eine Wahlkampfveranstaltung – noch ist der Herr ja “nur” Senator, auch wenn ich schwer hoffe das er sich gegen McCain durchsetzt) dann im TV angesehen. Reicht auch. War nichts weltbewegendes – aber immerhin hat er mehr Leute mobilisiert als es wahrscheinlich alle deutschen Politiker zusammen nicht geschafft hätten – und das ganze noch mit Jubelarien verbunden. Wann gabs sowas das Letzte Mal für einen deutschen Politiker ohne das Haufenweise Parteimitglieder in der ersten Reihe sitzen. Das allein ist bei der Politikverdrossenheit in Deutschland schon bemerkenswert für Obama. Aber die Ami’s wissen halt was zu einer guten Show gehört.

Das Bild oben ist übrigens eine Tagcloud der kompletten Obama Rede in Berlin. Coole Idee – Der Dank geht an planspark

Breaking News: G. W. aus Berlin W. beim Starbucks schlürfen erwischt

Nun haben “Sie” Ihn doch auf die dunkle Seite der Macht gezogen. Starbucks hat G. W. als neues Supermodel engagiert – die Kampagnen starten wohl in kürze weltweit. Starbucks erhofft sich ein jüngeres Publikum zu erreichen und die leicht angestaubte Marke wieder aufzupeppen – sollte wohl kein Problem darstellen. Bekannt geworden ist G. W. vor allem durch die weltweit erfolgreichen Molson Canadian und Kokanee Werbespots. Mit wieviel Millionen er sich ködern lassen hat, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden – Insider munkeln es handelt sich um einen 4 Jahresvertrag mit einer größeren 7 stelligen Summe. Jahrelang hatte er für die armen Kaffeebauern in Südamerika gekämpft – die Zeiten sind wohl entgültig vorbei. Sein ausschweifender Lebensstil (hunderte Turnschuhe und mehr als ein Fahrrad) wurde wohl über die Zeit doch viel zu teuer. Schade – da müssen die südamerikanischen Kaffeebauern wohl einen neuen Kämpfer für die Speerspitze suchen – Che Guivarra jedenfalls kommt nun nicht mehr in Frage. Tja irgendwann kriegen Sie alle – und das die Starbucksdauerbedröhnung in Vancouver nicht ohne Folgen bleiben konnte war fast klar, oder?

Achmed the Dead Terrorist

Spät auf Youtube gefunden (schon über 55 Millionen Aufrufe im Original), aber wirklich ne verdammt geile Comedy von Jeff Dunham. Hier mal mit deutschen Untertiteln für alle von Euch, die der englischen Sprache nicht ganz so mächtig sind… Enjoy it:

Kopenhagen – Reboot10


Im Juni war ich irgendwie viel unterwegs. Es ging auch nochmal kurz nach Kopenhagen zur Reboot10. Übernachten konnte ich zum Glück bei Sandra und Morten – thanks! Auf der Reboot hab ich dann ein paar bekannte Gesichter aus Berlin und dem Rest Deutschlands getroffen. Alles in allen war es sehr lustig auf der Reboot. Auch wenn ich den 2. Tag nicht mehr da sein konnte und wohl einiges verpasst habe. Aber dank Ulf und Corvin, der Sonne und vor allem der wirklich sehr coolen Lokation war die Reboot ein netter Event.

Ein paar Bilder von der Reboot findet ihr hier.
Und hier gibts noch ein paar Bilder für die Tierfreunde unter Euch.
Ein kurzes Video von Milos gibts bei Kyte zu sehen – oben im Menü des Blogs gucken.

New York, New York – Big City of Dreams

Im Juni war ich 5 Tage in New York. Leider bin ich bisher nicht dazugekommen darüber zu berichten, Gründe sind im Blog nachzulesen. Grund der Reise war die WidgetWebExpo – da diese Montag und Dienstag stattfand, konnte ich das Wochenende nutzen und die Zeit privat in New York verbringen. Leider gibt es keine wirklich guten und günstigen Unterkünfte, es sei denn man hat private Kontakte. Janine hatte diesmal leider keinen freien Schlafplatz mehr zu bieten, so dass ich mich für die ersten drei Tage in ein kleines Hostel in Queens in der Nähe von Flushing Meadows einquartiert hatte. Von dort ging es dann 3 Tage mehr oder weniger quer durch die Stadt, wobei auch ordentlich eingekauft wurde. Tagsüber liefen gleichzeitig die EM Spiele so das ich shopping mit Fussball gucken kombinieren konnte – was für ein Glück. Das Deutschland vs. Österreich Spiel konnte ich sogar in einem deutschen Restaurant gucken – die Loreley – kann ich nur empfehlen mal vorbeizuschauen wenn ihr mal in der Stadt seid. Es gibt Kölsch und sogar Augustiner Edelstoff.

New York ist und bleibt eine “Hass Liebe” für mich. Irgendwie ist man froh, wenn man wieder raus kommt – aber kaum ist man weit genug weg, ruft die Stadt wieder nach einem. Ich kann mir nicht vorstellen dort zu leben und zu arbeiten. Dafür tickt mir die Stadt zu schnell. Aber für Besuche ist sie definitv immer wieder eine Reise wert. Mir sind die Gegensätze in NY zu krass. Nie zuvor habe ich so viel Armut und Luxus, kleine Stadtteile (Queens, Brooklyn) und große Stadteile (Manhattan) rein von der Häuserhöhe, dreckige und total saubere Orte so konzentriert auf einer Fläche gesehen. Ich glaube das ist es auch was NY für viele ausmacht – abgesehen vom Shoppen und all den vielen Sehenswürdigkeiten die es hier gibt. Auch nach dem 2. Besuch in der Stadt habe ich längst noch nicht alles gesehen. Aber wie ich schon vorher gesagt habe, die Stadt ruft bestimmt auch noch ein 3. oder 4. Mal.

Ein paar Eindrücke von NY findet ihr hier: Bilder

Diskoschlampe

Hier muss ich mal ein bisserl Werbung für Akustikrausch und Cenk machen. Das Video und die Beats sind der Hammer – leider erstmal nur als Preview – aber ich denke die Vollversion folgt schon bald. Enjoy…

Update im Blog

Nach einem erfolgreichen Worpdpress Update – musste ich mir leider ein neues Theme für den Blog zulegen, da das alte Theme nicht mehr so richtig funktionieren wollte. Nach langer Suche, bin ich nun fündig geworden und hab mich für das Avenue Theme entschieden. Nach kurzem Check und positivem Feedback bleibts nun erstmal so.

Natürlich wird es nun auch noch ein paar News geben. Ich weiss wir sind allen Lesern noch den versprochenen Abschlussbericht aus Canada schuldig. Keine Angst – sobald ich die Fotos von Dschi hab wird das nachgeholt – macht nur mit den Fotos Sinn. Desweiteren werden in Kürze (ich hoffe bis zum Wochenende) noch die Berichte aus NY (ich war auf der WidgetWeb Expo), Kopenhagen (Reboot10), von der Aida Diva (Urlaub) und ner Tour durch Berlin (RocknRoll mit den Molson Brothers) folgen.

So stay tuned for the news …