5th Screen – Think Tank Event

Am Mittwoch fand im IDZ in Berlin der fünfte Teil einer Reihe von Think Tank Events statt. Diesmal mit dem Thema: “THE 5TH SCREEN – Mobile today, what‘s next? Get ready today and explore the screens of the future!“.
Als Speaker geladen waren Sven Tollmien und Nils Müller (TrendONE), Tomas Seo (Phorecast), Arun Chhabra (Texas Instruments), Felix Neuland (Neuland + Herzer GmbH), Daniel Gelder (metaio GmbH Munich), Reinhard Rubow (Retina Implant AG), Gerrit-Willem Prins (Philips Lumalive), Georg Broxtermann (Orbster Munich), Gabriel Yoran (aka-aki), Daniela Krautsack (Cowsinjackets Vienna) und Alexander Coelius (people interactive GmbH Cologne).
Es wurde vor allem über Augmented Reality, Multitouch-Screen Systeme, Augenimplantatchips und Hologramm Systeme gesprochen und diskutiert – alles vielversprechende Systeme und Ansätze für die Zukunft des fünften Screens.
Multi Touch Systeme kennt jeder seit dem Film “Minority Report” – wie nah die heutige Technology dem Film heutzutage ist kann man hier
und hier
sehen. Alles in allem sehr beeindruckend und man sieht was in nächster Zukunft hier erwartet werden kann. Microsoft arbeitet übrigens sogar an einem kompletten Rechner (Microsoft Surface) der ohne weitere Eingabegeräte bedient werden kann. Ein Video dazu gibt es hier.
Das man Multi Touch Systeme auch für ganz andere Dinge benutzen kann, zeigen Mindstorm und Phillips sehr eindrucksvoll. Mindstorm hat die iBar entworfen – diese hat trotz des “i” nichts mit Apple zu tun.
iBar ist das System für die interaktive Gestaltung eines Bar-Tresen. Die milchige Bar-Oberfläche kann mit eingebauten Beamern mit beliebigen Inhalten bespielt werden. Das integrierte Tracking-System erkennt alle Objekte, welche die Oberfläche der Bar berühren. Damit kann die Projektion auf die Position der Gegenstände reagieren oder projizierte Objekte können mit den Fingern angeklickt werden.
Wie das ganze umgesetzt ist und funktioniert kann man hier sehr schön sehen:
Phillips verbindet Textilien mit einer Displaytechnologie um darauf Licht wiederzugeben und nennt das Ganze “Lumalive“. Zur Ifa 2005 stellt man den Prototypen vor, zur Ifa 2006 folgte dann eine Produktionsfertige Reihe mit T-Shirts und Möbeln. Seit 2008 sind die sachen auch käuflich zu erwerben. Für Leute mit individuellem Geschmack ist das bestimmt eine tolle Sache. Aber schaut halt selbst:
Wer bisher glaubte Holographietechnologie gibts nur bei Star Wars und anderen Science Fiction Filmen, der irrt gewaltig. Cisco Systems haben ein System entwickelt, dass in Zukunft bei einigen Firmen durchaus Potential hat die Reisekosten enorm zu senken – mal abgesehen davon dass das enorm der Umwelt zu gute kommen würde (CO2)
und was man persönlich an Zeit spart nicht mehr überall persönlich vor Ort sein zu müssen. Jedoch handelt es sich auch hierbei erstmal nur um einen Prototypen – und das beamen wird sicherlich noch ein paar Jahrhunderte auf sich warten lassen. Here we go:
Im medizinischen Bereich wird unter anderem daran gearbeitet bisher nicht oder kaum sichtbare Dinge sichtbar zu machen. Der Vein Viewer von Texas Instruments entworfen und von Luminetx vertrieben bspw. vereinfacht für medizinisches Personal die richtigen Einstichpunkte zu finden. So muss dem Patienten nicht unnötig xmal vergeblich in Arme und Beine gestochen werden auf der Suche nach der nächsten Vene.
Interessant sind auch Kombinationen zwischen Mobilfunkgeräten, Location Based Services und weiteren Informationen. Auf Basis von Google Android tut sich hier sehr viel – 2 wirklich spannende Projekte sind einmal eine Kompass Funktion für Google Street View auf einem Android Prototyp Handy:
und das Projekt Enkin für Google Android:
“Enkin” introduces a new handheld navigation concept. It displays location-based content in a unique way that bridges the gap between reality and classic map-like representations. It combines GPS, orientation sensors, 3D graphics, live video, several web services, and a novel user interface into an intuitive and light navigation system for mobile devices.
Zum Schluss möchte ich noch auf Julius von Bismark aufmerksam machen. Er hat einen Image Fulgurator entwickelt. Was das genau ist?
The Image Fulgurator is a device for physically manipulating photographs. It intervenes when a photo is being taken, without the photographer being able to detect anything. The manipulation is only visible on the photo afterwards.
Hier das Video dazu:
Abschliessend, denke ich, hat der Event sehr gut gezeigt wie viele verschiedene Technologien es mittlerweile gibt, wie diese funktionieren, wie sehr sie sich voneinander unterscheiden und doch wieder miteinander kombiniert werden können. Vom Apple iPhone und Google Android Phone die momentan den vierten Screen darstellen, werden sicherlich noch ein paar Jahre vergehen bis wir wissen was am Ende der fünfte Screen sein wird, wie er aussehen und funktionieren könnte.
