Bekenntnisse eines Öko-Terroristen

Ein neuer Film kommt in die Kinos – genauer gesagt ein Dokumentarfilm. Natürlich ist das kein Film, der in allen Kinos läuft – aber das ist ja meist so bei Dokumentationen. “Bekenntnisse eines Öko-Terroristen” ist eine Dokumentation über die Tätigkeiten der Sea Shepherd Conservation Society.

Gründer von Sea Sheperd ist Paul Watson – seines Zeichens damals Mitgründer von Greenpeace – allerdings bald ausgetreten, da es ihn zunehmend aufgeregt hat, dass Greenpeace zwar mit “Ökosündern” am grünen Tisch spreche bzw. “verhandle” – diese allerdings in der Zwischenzeit weiter töten und Fakten schaffen.

Darum gründete er zeitnah seine eigene Organisation. Greenpeace sieht er als “einen Haufen tatenloser Bürokraten” und wirft Ihnen vor nichts zu tun, außer durch den Brandnamen “Greenpeace” viele Millionen Euros an Spenden einzusammeln und mit diesem Geld dann aber nichts zu tun, außer es zu vermehren und in die Verwaltung von Greenpeace zu stecken. Da mag etwas wahres dran sein – die wenigstens von uns überlegen wofür sie eigentlich spenden, sondern wollen nur sichergehen das mit ihrem Geld kein Schindluder getrieben wird – da spendet man schnell mal für Greenpeace und ein paar Karmapunkte.

Die Sea Shepherd Conservation Society definiert sich selbst übrigens so:

Established in 1977, Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) is an international non-profit, marine wildlife conservation organization. Our mission is to end the destruction of habitat and slaughter of wildlife in the world’s oceans in order to conserve and protect ecosystems and species.

Sea Shepherd uses innovative direct-action tactics to investigate, document, and take action when necessary to expose and confront illegal activities on the high seas. By safeguarding the biodiversity of our delicately-balanced ocean ecosystems, Sea Shepherd works to ensure their survival for future generations.

Zu den bekanntesten Unterstützern von Sea Shepherd gehören Bob Barker, Richard Dean Anderson, Pierce Brosnan, Brigitte Bardot, der Dalai Lama, Sean Penn, Red Hot Chili Peppers, Rise Against, Rutger Hauer, Fürst Albert von Monaco, Daryl Hannah, Isabel Lucas, Hayden Panettiere und Martin Sheen sowie Michelle Rodríguez. Und seit einiger Zeit auch ich :-)

Ein großer Erfolg 2011 für Sea Sheperd war u.a. als der japanische Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Michihiko Kano den Walfang des Jahres 2011 in den Gewässern der Antarktis für beendet erklärte. Als Grund nannte der Minister die Angriffe von Sea Shepherd, die auch zur Ursache hatten, dass nur 170 statt der geplanten 850 Wale gefangen werden konnten.

Der Film zeigt vor allem wie die Sea Shepherd Conservation Society gegen illegale Walfänge und Tiertötungen im Namen der “Forschung” vorgeht. Wenn man sieht, wem sie dabei gegenüber stehen, versteht man, warum manchmal verhandeln am grünen Tisch verschenkte Zeit ist. Wie so oft im Umweltschutz, wird viel zu viel geredet und viel zu wenig getan – als “bestes” Beispiel muss man sich nur mal die Posse um das Kyoto Protokoll ansehen, wo die Regierungen gerade beweisen, wie unfähig sie sind und uns diese Unfähigkeit auch noch als Erfolg verkaufen wollen.

In Berlin läuft der Film übrigens hier.

Wem das vielleicht zu rabiat erscheint dem sei gesagt:

Es heisst ja auch sehr oft im Büro: Nicht Quatschen – Machen!!! Hier gilt dann eher der Spruch: Nicht Quatschen – RAMMEN!!! Den Tiere können sich nicht allein vor dem Menschen schützen!

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